Nockenwelle CANYON 600
#1
Hallo CANYON-Schrauber.

Die Anfrage betrifft den versierten Cagiva-Schrauber.

Ich ärgere mich seit Monaten mit meiner CANYON herum. Sie springt schlecht an, läuft gerade mal 140 auf der Uhr und kotzt beim Starten immer wieder mal in den Ansaugtrakt. Ich habe den Verdacht, dass entweder die Zündung verstellt ist oder die Nockenwelle nicht ganz richtig eingebaut wurde. Das Moped hat gerade mal 7000 km am Tacho und es wurde schon fleißig herumgebastelt. Wahrscheinlich von unbedarften Mechanikern. Meine Frage, kann ich feststellen ob die Nockenwelle richtig eingebaut ist ohne den halben Motor (Ventildeckel abbauen Blush ) zerlegen zu müssen. 
Bitte nur Antworten zur Sache.
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#2
Hallo Gerold_Z,

Ventildeckel oder Nockenwellendeckel muß natürlich runter. Du siehst dann das Antriebsrad der Nockenwelle. Dieses ist mit zwei Schrauben mit der Nockenwelle verschraubt. 
Überprüfung folgendermaßen: Kolben auf OT, dann müssen die beiden Schrauben exakt parallel zur Dichtfläche des Zylinderkopfes stehen. Keine große Sache. 

Grüße
Gerd
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#3
Danke für die Antwort, habe es so befürchtet.

Funktioniert das Abnehmen des Nockenwellendeckels auch bei eingebautem Motor?

Tank und Anbauteile sind schon alle abgebaut.
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#4
Der Deckel ist teilweise mit ziemlich langen Schrauben befestigt. Die müssen vorher raus. Dann kannst Du den Deckel abheben. Die dreieckige Halterung zum Rahmen am besten ganz entfernen.

Könnte aber auch sein, daß die Passfeder vom Schwungrad abgeschert ist und das Schwungrad sich verdreht hat. Dann stimmt der Zündzeitpunkt nicht mehr. Symptome sind dann die Gleichen. 

Grüße 
Gerd
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#5
Auch hier Tippe ich auf unseren leidigen Vergaser BST 35 oder 40. Siehe auch mein neues Thema.
Wenn das Ding nicht Top ist läuft es nicht rund.
Danach Ventile einstellen.
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#6
Danke für die Antworten, ihr seid super! Die Nockenwelle ist richtig eingebaut aber das Problem mit dem verdrehten Zündungsrotor schein mir plausibel. Nicht umsonst wird beim Einbau das Einschleifen des Konus empfohlen. Kann mir jemand sagen um welches Gewindes es sich bei dem Abzieher handelt, bzw. ob es das Teil irgendwo zu kaufen gibt.
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#7
Ich habe meinen damals bei Amazon gekauft "Buzzetti M35x1,5". Habe mir zusätzlich noch ein Hütchen drehen lassen, welches über den Kurbelwellenstumpf gestülpt wird um des Gewinde nicht zu beschädigen. 
Funktioniert wunderbar. 

Grüße 
Gerd
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#8
Danke, Zündungsdeckel ist abgebaut, Abzieher habe ich bestellt, habe zwar einen aber mit 33x1,5 Gewinde. Musste leider feststellen, wie ich schon vermutet habe dass daran herumgemurkst wurde. Die Mutter auf der Kurbelwelle war sehr leicht angezogen obwohl sie mit 18 kgm angezogen gehört. Weiters fehlen drei Anlaufscheiben und ein Nadelkäfig bei der Zahnradkaskade für den Starter.
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#9
Nadelkäfige hab ich noch welche. Damit könnte ich aushelfen. Ein Zahnrad davon hat zwei Nadelkäfige hintereinander mit einem Distanzstück dazwischen. Also Achtung.
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#10
Habe sie zusammen mit drei Distanzscheiben bestellt. Die Scheiben zu bekommen war gar nicht so einfach, habe es aber letztendlich geschafft.
Bei dem Zahnrad mit den zwei Käfigen war nur ein Käfig und das Zwischenstück vorhanden. der zweite Käfig und die Distanzscheiben haben völlig gefehlt.
Ich habe eine Frage zu dem Zwischenrad zwischen Starter und dem Zahnrad mit den zwei Käfigen. Auf dem Zahnrad ist ein Pfeil eingeritzt, hat der Pfeil eine Bedeutung und falls ja welche?
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#11
Sorry, da muss ich passen. Aber ich denke, da die Zahnräder sich sowieso gegenseitig verdrehen, ist es nicht von Belang.
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#12
Update, die Baustelle geht weiter! Abzieher bekommen und Schwungrad abgezogen. Da sind mir gleich zwei abgerissene 6mm Schrauben entgegen gefallen. Sie gehörten zum Starterfreilauf und sind abgerissen, die beiden anderen lose. Der Keil vom Konus ist leicht abgeschert (ca. 1mm), werde einen Neuen fertigen. Der Konus selbst ist leicht verrieben, dürfte also mal durchgerutscht sein.
Motor mit neuen Nadelkäfigen und Distanzscheiben wieder zusammengebaut. Den Konus habe ich mit Schleifpaste nachgeschliffen, einen neuen Keil gefertigt und mit Loctite, wie im WHB beschrieben zusammengebaut.
Der Starter funktioniert und der Startvorgang hört sich jetzt ganz anders an. Motor läuft aber noch nicht, kümmere mich erst noch um den Vergaser.
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#13
Hört sich übel an, ist mir aber auch schon passiert. Die losen Schrauben hatten den ganzen Freilauf blockiert und der Starter ist ständig mitgelaufen und letztendlich verbrannt. Unbedingt mit Schraubensicherungslack einsetzen und auf Drehmoment anziehen !! Habe da noch einen Link gefunden.

Grüße 
Gerd
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#14
Hallo Gerd,
Werde jetzt den Vergaser nach deinen Erfahrungen um düsen. Düsen habe ich schon, mal sehen wie es wird,
Ich habe zwar jede Menge Cagiva's herum stehen aber nur sehr sparsam daran geschraubt, daher bin ich da etwas unbedarft

Danke für die guten Tipps.
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