Bremszangen Nissin
#1
Beim Stöbern bin ich heute über Bilder der Bremssättel einer Triumph Tiger 800 von etwa 2010 gestolpert. Es scheinen die gleichen Sättel zu sein, die an Navi und Granny verbaut sind.

Michi
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#2
Gut zu wissen.

Passen die Sättel von der CB "Sevenfifty" eigentlich nicht auch? Die Beläge und Bremsscheiben sind wohl gleich.
Grüße Georgios

"Absorb what is useful, discard what is useless, add what is uniquely your own."

"It's a shame that stupidity can't be converted into a usable energy source."

"I would rather be on my motorcycle thinking about God than in church thinking about my motorcycle."
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#3
Scheiben von der sevenfifty habe ich vorne dran. Beläge dafür sind nach den Listen der meisten Hersteller gleich. Ob die Sättel an die Cagivas passen, weiss ich nicht. Es gibt zumindest optische Unterschiede.

Michi
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#4
Ich habe mit diesem Thema weitergemacht. Auch, weil diese Sättel Bremskolben mit 27mm haben. Die Sättel der Granny (Navi) haben 25-mm-Kolben. Ein netter Motorradfahrer aus der Triumph-Welt hat auf meine Bitte hin die Abstände der Gleitbolzen an den Sätteln einer 675 ( Triumph-Typcode D67LD) gemessen und die sind gleich denen an der Granny. Also bin ich das Risiko eingegangen, ein paar Euro "in eine nicht nutzbare Erfahrung" zu investieren und habe die Sättel für 40Euro gekauft.
Sie passen !
Man kann die Sättel einfach auf der Trägerplatte tauschen. Optisch haben sie das gleiche Erscheinungsbild, nur der Lack ist eher goldfarben. Die Zangen bekamen neue Dichtungen und die Kolben wurden mit 3000er Polierleinen ein wenig bearbeitet. Der erste Eindruck ist gut. Ein Grund für den Tausch ist, daß sich die Bremse vorne sehr "hölzern" angefühlt hat. Ich hatte vor 2(?) Jahren auf eine 14er Pumpe umgerüstet, die einen definierten Druckpunkt hat im Vergleich zur Originalpumpe. Anfangs waren organische Brembo-Beläge verbaut. die Bremse war komfortabel und quietschte nicht. Dann kamen TRW-Sinterbeläge rein. Mit denen fühlte sich die Bremse wie gesagt "hölzern" an. Das heisst: harter Druckpunkt, minimaler Weg, aber auch leichtes Quietschen hin und wieder.
Mit den Nissin-Sätteln aus der Triumph ist wieder etwas mehr Weg und damit mehr Gefühl vorhanden.
Diese Sättel werden an der Triumph ebenfalls an einer Nissin-Pumpe mit 14mm verbaut.

Michi
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#5
Gut gemacht. Die meisten wünschen sich eher ja den härteren Druckpunkt und rüsten in die andere Richtung um.

Eine Handpumpe mit kleinerem Kolben war keine Option für Dich?
Grüße Georgios

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#6
Hallo Georgios,
eine kleinere Pumpe war ja serienmäßig verbaut: 1/2 Zoll. Mit der war der Druckpunkt eher ... flexibel.
Meine Überlegung : mit dem jetzigen Setup habe ich habe ich durch die größeren Bremskolben und Pumpe mehr Reserven im System. Also muß ich zum Erzielen einer bestimmten Bremsleistung weniger fest am Hebel ziehen und kann so besser dosieren.  Mal sehen, was die Praxis zeigt. Ich werde berichten. Noch zur Abrundung: ich habe vorne Honda-Bremsscheiben drin wie sie bei der SevenFifty und der ST1100 verbaut sind. Die sind 1mm dicker als die Originalscheiben.
Michi
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#7
Verstehe. Bin gespannt, wie Dein Eindruck ist.

An die Honda Bremsscheiben habe ich auch wegen der größeren Stärke schon oft gedacht. Wenn meine ihr Mindestmaß erreicht haben, sehe ich sie mir mal genauer an. Jedenfalls sind sie schwerer als die originalen.

Hast Du hinten auch eine andere Scheibe?
Grüße Georgios

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#8
Hatte gelesen das vorne die gleichen Bremssättel an der alten Honda Hornet 600 verbaut seien, hab zur Revision dann entsprechend die Reparatursätze für die Honda bestellt.
Ergebnis: doch nicht gleich ?, also umsonst gekauft ?
ZZR 600 Bj.99 mit ca. 40.000km
Gran Canyon Bj.98 (Gekauft mit 40.436,6km)
Gran Canyon Bj. 99 (Bekommen mit 30.260km)
Aprilia Falco Bj.2000 mit ca. 48.500km
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#9
Sind das zwei Fragen oder Feststellungen?
Grüße Georgios

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#10
Bei der Eingabe waren das noch Smileys  X_040
ZZR 600 Bj.99 mit ca. 40.000km
Gran Canyon Bj.98 (Gekauft mit 40.436,6km)
Gran Canyon Bj. 99 (Bekommen mit 30.260km)
Aprilia Falco Bj.2000 mit ca. 48.500km
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#11
hallo Georgios,
hinten verrichtet noch die originale Bremsscheibe ihren Dienst. Eine passende Honda-Scheibe (SevenFifty) liegt im Regal. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich "hinten" etwas ändern muß. Oder für mich eher zutreffend: ändern kann. Eventuell könnte man "hinten" auf den hinteren Bremssattel einer SC58 umrüsten. Die Honda hat den gleichen Scheibendurchmesser, das gleiche Bohrbild der Befestigungslöcher aber: es ist ein 3-Kolben-Bremssattel. Also wieder mehr Kolbenfläche um mehr Druck aufzubauen. Ob ich umbaue, weiß ich noch nicht. Ich hatte einmal eine deftige Notbremsung bei trockener Straße und etwa 60kmh. Dabei brachte ich mit der Originalbremse das Hinterrad zum Blockieren. Rauch stieg auf. Also eigentlich genug Bremsleistung. Wahrscheinlich werd ichs doch machen: Spieltrieb ....

Michi
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#12
Hallo Michi,

ich wusste nicht, daß die hintere Scheibe der 750 auch bei uns passt. Wenn sie auch noch etwas dicker ist, umso besser. Mich stört es etwas, daß die Bremskolben so weit herausschauen. Die Belagstärke ist auch bei neuen Belägen nicht sonderlich hoch.
Grüße Georgios

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#13
Servus....

Fahre auf meiner GC hinten, die hintere Scheibe der Honda Transalp, seit ca. 5000km. 
Die Scheibe ist 1mm dicker und passte Plug-and-play. 
Beläge sind TRW-Sinter.
Die Belüftungslöcher der Scheibe sind etwas größer und anders angeordnet als bei der Serienscheibe.
Keine negativen Erfahrungen bis jetzt, eher besseres/direkteres Gefühl am Fuß. 

Gruß Mpire
_______________________________
Vorwärts Männer, wir müssen zurück
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#14
Danke X_083

Die originale Honda-Scheibe oder eine neue aus dem Zubehör?

Gut zu wissen, daß es eine gewisse Auswahl gibt. Habe soeben meine vorderen Scheiben ausgebaut (Reifenwechsel).
Grüße Georgios

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#15

(16.10.2021, 20:32)Schmirgelmichi schrieb: Noch zur Abrundung: ich habe vorne Honda-Bremsscheiben drin wie sie bei der SevenFifty und der ST1100 verbaut sind. Die sind 1mm dicker als die Originalscheiben.
Michi

Hallo Michi,

habe meine Scheiben gestern gemessen und gewogen. 3,8 mm Reststärke (3,5 mm Limit) bei 1130g. Wenn ich jetzt Scheiben mit 5mm-Stärke verwenden würde, hätte ich ca. 400-500g mehr Gewicht (Stichwort: ungefederte Massen).
Ich glaube. ich lasse meine Scheiben noch etwas dran.

Hinten bin ich mit 3,5 mm genau am Limit und ich habe eine Scheibe von Ferodo ( FMD0009R) bestellt. Diese ist sehr günstig und sie ist neu. Betsimmt nicht teurer als eine gebrauchte Honda-Scheibe von Ebay. Ich hoffe nur, daß sie qualitativ etwas taugt.

Wer mal stöbern will, hier ist alles drin. Auch die Vergleiche zu anderen Modellen, z.B. sollen die Scheiben einer Variante der Africa Twin von vorn für uns zu verwenden sein.

Ferodo-Katalog
Grüße Georgios

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#16
Hallo Georgios,
die 500g reichen nicht: meine (fast) neuen Honda-Scheiben wogen etwa 800g mehr als die verbrauchten Originalscheiben. Das Mehrgewicht ist inzwischen durch die Umstellung auf "schlauchlos" weitestgehend kompensiert. 
Ich bin gespannt, welche Erfahrung du mit der Ferodo-Scheibe machst.

Michi
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#17
Hallo Michi,

die müsste Ende der Woche hier sein, aber leider lief mein Saisonkennzeichen Ende Oktober aus. X_070

Na ja, werde sowieso erst die Zange überholen.
Grüße Georgios

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#18
Die Scheibe ist heute gekommen, passt und macht soweit einen guten Eindruck (Fahrtest steht noch aus).

Sie ist 5mm stark und wiegt genauso viel wie meine vordere Scheibe (4mm neu?) mit 3,8mm Reststärke, nämlich 1130g. Die alte mit 3,5mm ( 4mm neu?) wiegt 830g, also 300g weniger.

   

Ich frage mich gerade, ob die Anordnung der Löcher im Belagbereich eine Rolle spielt.
Grüße Georgios

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#19
Die hintere Scheibe von der SevenFifty hat bei einer Stärke von 4,8mm ein Gewicht von 1250g.

   


Wenn man die drei Scheiben vergleicht, sieht man wo die Gewichtsunterschiede herkommen: die Zahl, Form und Größe der Ausschnitte.
Ferodo-Scheibe viele, Navi-Scheibe 4, Honda-Scheibe keine.
Ob die Größe und Anordnung der Löcher eine Rolle spielt ? Hm ...
Weiß ich nicht. Die Löcher sollen ja verschiedene Aufgaben erfüllen:
- Hitze schneller aus der Scheibe bringen
- bei Naßbremsung helfen, das Wasser schneller von der Scheibe zu bringen
- die Belagoberfläche sauber halten dank der scharfkantigen Löcher.
Ich sage bewußt Löcher und nicht Bohrungen, weil die teils beim Guss und teils bei der Fertigung erzeugt werden.

Wenn wir uns wieder über so ein Thema unterhalten, sollten wir einen Beitrag mit entsprechendem Titel in "Technik und Tuning" erstellen. Das hier Gesagte hat mit Bremszangen nichts mehr zu tun, ist aber sicher von allgemeinem Interesse.

Michi
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#20
Gute Idee mit Technik und Tuning, vielleicht kann man es verschieben.

Nur noch soviel zu den Löchern: Die originalen und die von Honda zeigen in Richtung nach links, die Ferode in die andere Richtung. Wenn ich an die Profilrichtung von Reifen denke, die das Wasser nach außen befördern sollen,...Hmm.

Die Ferodo war mit 31,- € dermaßen günstig, da konnte ich nicht anders.
Grüße Georgios

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