Tank leckt (die x'te)
#1
Moin,
im April habe ich im Rahmen eine großen Inspektion auch die CPC-Tankkupplungen gegen Metallkupplungen getauscht.
War auch Alles in Ordnung. Bis letzten Freitag. Morgens fand ich eine Benzinlache unter der Granny. Bei der Analyse stellte sich dann heraus, dass das Benzin an einer der in den Tank eingelassenen Gewindebuchsen vorbei heraus tropfte. Eine der Buchsen war wohl auch schon mal gegen eine von außen aufgesetzte Buchse getauscht worden.
Beim Versuch die CPC-Kupplung wieder heraus zu schrauben ließ sich die Buchse im Tank dann mitdrehen. Ich habe jetzt einfach die Buchse mit einem Dremel freigelegt und neu mit benzinfestem 2K-Kleber neu verklebt.

Soweit OK. Allerdings finde ich diese Konstruktion bescheiden. Optimal wäre eine Lösung, bei der sich die CPC-Kupplung beim verschrauben kontern ließe.
Bei ebay bin ich dann auf folgende Teile gestoßen (siehe Bild).
Kann es ein, dass diese Fittinge bei den Grannys original verbaut wurden? Damit könnte man die Kupplungen bei einschrauben ja wunderbar kontern. Bei meiner Granny waren/sind die Kupplungen direkt in den Gewindebuchsen im Tank verschraubt.

Gruß
Dirk


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#2
Wenn die Maße passen, die Idee ist sicherlich nicht schlecht. Also die ganze Verschraubung ein Stück in die originale Gewindebuchse reindrehen (dabei ist die Kontermutter ganz auf Anschlag) und dann, wenn die Verschraubung sitzt, die Kontermutter zurückdrehen und verspannen.

Warum nicht?! :daumen: ....wenn ich das richtig verstanden habe...
Heilige Mutter von der gesegneten Beschleunigung, verlaß' uns jetzt nicht!
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#3
Also bei meiner Navi sind diese Kontermuttern verbaut,
bei der Granny weiß ich es ehrlich gesagt nicht, da musste ich mir das noch nicht so genau ansehen ...
Ich dachte eigentlich dass dies original so wäre ...
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#4
Also ohne das jetzt allgemeingültig behaupten zu wollen, bei mir sah das vor dem Umbau auf Metallkupplungen so aus, siehe Bild.

Wenn man das jetzt als original ansieht, dann deckt sich das mit der ET Liste, allerdings warum ist dann eine Kupplung schwarz und ein weiß?

Lt. ET Liste sind ja 2 Anschüsse in den Tank eingeschraubt - und werden/wurden von innen gekontert?! Und der mittlere Anschluß dann mit Kontermutter von außen?

Da meine GC aber im Grunde von 1999 bis 2013 nur 6500 km abgespult hat glaube ich nicht das da schon jemand seine Finger dran hatte.


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.pdf   Spritversorgung.pdf (Größe: 83,98 KB / Downloads: 50)
Heilige Mutter von der gesegneten Beschleunigung, verlaß' uns jetzt nicht!
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#5
Moin,
das sah bei mir auch so aus, wie auf dem Bild von eetarga.
Scheint es ja doch im Original so zu sein, dass die CPC-Kupplungen direkt in den Tank geschraubt werden. Warum die eine CPC nun schwarz ist???
Ich hoffe, dass ich nun dauerhaft Ruhe habe und der Sprit im Tank bleibt. Dank der CPC-Metallkupplungen sollte von der Seite her für die nächsten Jahre Ruhe sein!
Gruß
Dirk
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#6
Moin,
nachdem ich schon die Hoffnung hatte bis zum ende der Saison einfach nur noch fahren zu können fand ich vor einigen Tagen wieder eine ganz kleine Tropfstelle unter meiner Gran Canyon!
War allerdings im Bereich links der Vorderradgabel. Konnte mir da erst keinen Reim drauf machen.
Vorgestern habe ich dann gesucht und habe folgendes gefunden. (siehe Bilder).
Die rechte Tankhälfte muss irgendwo im Bereich der vorderen Befestigung leicht undicht sein. Das Benzin tropft dann von innen auf das Verkleidungsteil. Echt toll auch, das Cagiva ganz offensichtlich keinen benzinfesten Kunststoff verwendet hat! Ergebnis siehe Bilder.
Nur wie finde ich die genaue Stelle wo es am Tank leckt!? Ist eben nicht so, dass da große Mengen rauskommen. Tank ausbauen ist klar. Gibt es so eine Art Makierungsfarbe wo man nach 1-2 Tagen die Tropfspur des Benzins verfolgen kann?

Gruß
Dirk


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#7
monstermania,'index.php?page=Thread&postID=104626#post104626 schrieb:Echt toll auch, das Cagiva ganz offensichtlich keinen benzinfesten Kunststoff verwendet hat!
Hallo Dirk,

schade dass deine Maschine Probleme macht.
Aber ich vermute das der neue Sprit den Ärger verursacht. Tankst du E10, beschleunigt es das Ganze.
Selbst im normalen Super E5 sind die 5% Bioethanol (seit 2005 in D) nicht zu unterschätzen...

Gruß
McRaptor
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#8
Hm, gerade bei dieser Stelle des sichtbaren Tropfens wäre ich fast davon ausgegangen dass die Stelle des Benzinverlusts auch ganz genau in dieser Region zu suchen ist?
Ich hab mir beim Zusammenziehen der beiden Hälften jedenfalls auch schon so meine Gedanken gemacht wie fest das jetzt sinnvoll anzuziehen ist ohne da für Chaos zu sorgen ... :umfall:
Ansonsten: Kupplung unten verschließen, oben einen passenden Korken mit Druckluftanschluss versehen und dann vooorsiiiiiichtiiiiig ......?

:winke:
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#9
Und, bist du da schon weiter gekommen?

:winke:
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#10
Hi Dirk,
war bei meiner Navi das selbe.Das ist ein sogenanter Brenner der entsteht beim spritzen der Tankhälfte in der Spritzform.Ist ziemlich sicher unter dem aufgelöstem Verkleidungsstück,an der Spitze der linken tankhälfte.Vielleicht auch an der Rechten.Mach an der tankhälfte an der Spitze unter der Verschraubung den Lack ab,dann siehst du schon das leck.Saubermachen etwas von außen anschleifen und mit 2 k epoxykleber flicken.Ist dann wieder dicht.
hat nichts mi E10 zutun sondern mit mangelhafter Qualitätskontrolle von Seiten Cagive.Eben Typisch Italienisch.

Gruß pejo
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#11
Bei dem ganzen Zirkus mit den Tanks stellt sich mir die Frage ob schon mal jemand mit Acerbis über diese Sache gesprochen hat? Im Grunde sollten die Formen doch noch existent sein? Fragen über Fragen.....

Vielleicht sollte ich im Hotel mal eben Richtung Italien beten damit am WE keine Benzintropfen unter meinem bike finde :silly:
Heilige Mutter von der gesegneten Beschleunigung, verlaß' uns jetzt nicht!
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#12
Moin,
danke für die Hinweise. Im Augenblick kümmere ich mich nicht weiter drum. Ich habe den Tank fast leergefahren und dann die rechte Tankhälfte abgeklemmt! :spuint: Fahre jetzt also sozusagen nur mit der linken Tankhälfte.
An das Flicken des Tanks werde ich mich in den nächsten Wochen mal ran machen.

Gruß
Dirk
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#13
Moin,
ich habe die Reparatur des meiner beiden Tankhälften dann doch erst in der Winterzeit durchgeführt.
Die zwischenzeitlich wieder leckende Buchse am Schnellverschluss der linken Tankhälfte wurde mit einem speziellen Kunstoffkleber neu verklebt. Die leckende Spitze der rechten Tankhälfte wurde zunächst von Innen mit 2K-Epoxy ausgegossen (ca. 50 ml). Anschließend wurde die Leckstelle von außen aufgefräßt und ebenfalls mit Kunstoffkleber verklebt.

Hier mal der Link zum detailierten Ablauf der Reparatur:
http://blog.monstermania.de/?x=entry:entry150410-134222

Z.Zt. ist Alles dicht! :)

Gruß
Dirk


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#14
(13.04.2015, 09:19)monstermania schrieb: Z.Zt. ist Alles dicht! :)
Moin,
nach fast 5 Jahren ist meine Granny wieder inkontinent geworden!  Angry
Ist wieder die Buchse um die Tankkupplung, die ich im April 2015 mit Kunstoffkleber eingeklebt hatte. Der Kleber ist offensichtlich doch nicht dauerhaft benzinfest! Der Kleber ist total weich und lässt sich wie Gummi ablösen. 
Nächster Versuch erfolgt nun mit 2K Epoxy.

Gruß
Dirk

PS: Bin froh, dass das noch jetzt in der Schrauberzeit passiert ist!  Blush
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#15
Meiner hat auch nur knapp 1 Jahr gehalten, vonwegen Benzinfest, hatte sicher nen anderen Kleber ist richtig Seifig geworden.

Einer frisch geklebt und kurz darauf tropft der neben dran. 

Mein Problem jetzt dreht das Gewinde durch und die Kupplung will nicht raus.
ZZR 600 Bj.99 mit ca. 40.000km
Gran Canyon Bj.99 (Gekauft mit 40.436,6km)
Aprilia Falco Bj.2000 mit ca. 48.500km
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#16
Moin,
ich hab mir PA6 Stäbe und 90%ige Ameisensäure besorgt. Etwas PA6 habe ich in wenig Ameisensäure gelöst. Mit diesem Gel fülle ich jetzt nach und nach den Schlitz auf.
Dauert zwar, da nur in dünnen Schichten gearbeitet werden kann, sieht aber ganz gut aus.

Gruß
Dirk

PS: Ist nix für Innenräume. Ameisensäure ist nicht harmlos!!!
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#17
Hallo zusammen,

möchte mal meine Erfahrungen mit den undichten Tankanschlüssen und überdrehten Gewindebuchsen mitteilen:
Die genannten Epoxidharz-Kleber wie "Stabilit-Express" oder UHU- 2K Epoxy Kleber" sind nicht dauerhaft beständig gegen Benzin. Nach ca. 1 Jahr verwandelt sich der Kleber in eine Gel-artige Masse und der komplette Tankanschluss fällt einfach aus dem Tank (Bei mir ergossen sich dadurch ca. 10 ltr. Benzin in die Garage).

Ich habe es danach mit diesem Kleber versucht und muss sagen, seit ca. 4 Jahren alles in Ordnung. 

Falls noch jemand Tankanschlüsse benötigt, ich habe mir hier noch einen kompletten Satz besorgt und denke für die nächste Zeit mal ausgesorgt zu haben.

Übrigens:
In dem Beipackzettel der Kupplungen stand der Hinweis, daß die kleinen O-Ringe regelmässig getauscht werden sollen, da diese aufquellen und den Durchflusse behindern.

Grüße
Lennox
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#18
Ich habe an meiner Navi jetzt auch die Tankanschlüsse gewechselt..

Auf dem Foto ekennt man links die in den Tank eingelassene Gewindehülse, in diese kommt der Adapter, der rechts einmal eingeschraubt ist. Zwischen Hülse und Adapter, da wo der Pfeil hinzeigt sitzt noch eine Dichtungsscheibe..
Der Adapter hat in der Mitte einen Konus, bis zu diesem wird er in die Hülse gedreht, dann wird die Kontermutter angezogen, was dann durch die Dichtung das ganze Abdichten soll..
Zu allerletzt kommt die Kupplung dann in den Adapter..
Ich hab das Ganze mit PTFE-Gewindedichtung eingesetzt..
Wenn ich die Teilelisten so ansehe..sollte es bei der Granny gleich aufgebaut sein..heist, die Kupplung kommt nicht in die Gewindehülse im Tank sondern in den Adapter..

[Bild: 38167896lz.jpg]
Cu/ the_wombel.. (Jürgen)  X_090
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#19
@the_wombel
Hmm die Buchsen scheinen erst bei der Navi eingebaut zu sein. Bei meiner und eetarga's Granny waren die Teile jedenfalls nicht verbaut und die Kupplungen sind direkt in der Tankbuchse geschraubt.
Freut mich, dass Dein Kleber schon 4 Jahre hält. Meiner hat fast 5 Jahre durchgehalten. Wenn das jetzt mit der Ameisensäure klappt sollte sich das Thema hoffentlich dauerhaft erledigt sein!

Gruß
Dirk
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#20
So,
nachdem ich einige Tage extreme Login-Probleme am Forum hatte und ich mich noch über mein Tablet hier anmelden konnte, klappt es jetzt auch wieder per PC.
Das mit dem 'Kleben' per Ameisensäure und PA6 klappt wunderbar. Mein Tank ist wieder dicht!

Anbei 2 Bilder: 
Einmal ein Bild mit dem alten Kleber, der sich im Laufe der letzten fast 5 Jahre fast in 'Kaugummi' gewandelt hat. Der alte Kleber ließ sich problemlos mit einem Cuttermesser rausschneiden.
Das 2. Bild zeigt die neue 'Klebestelle'. Hier habe ich Schicht für Schicht das in der Ameisensäure gelöste PA6 aufgepinselt. Die Konsistenz entspricht dabei etwa Kleister. Ich habe 2-3 Schichten am Tag aufgetragen (Insgesamt ca. 20-25 Schichten).

Gruß
Dirk

PS: Und Nochmals der Hinweis. Konzentrierte Ameisensäure ist gefährlich und gesundheitsschädlich!!!


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#21
Bin noch nicht weiter mit meinem Tank gekommen, hatte viel um die Ohren und wenn Zeit vorhanden war keine Lust an „Heimarbeit“.

Ist aber vielleicht besser für mich gewesen, hab den JB Kleber auch noch liegen und wollte den jetzt beim Reparieren verwenden.
Deine Arbeit mit dem PA6 und Ameisensäure gefällt mir sehr gut und ich denke wird auch (hoffentlich) eine langfristige Reparatur sein, deshalb hab ich mir jetzt nen PA6 Stab bestellt und 85% Ameisensäure und werde deiner Arbeit versuchen nachzueifern.
ZZR 600 Bj.99 mit ca. 40.000km
Gran Canyon Bj.99 (Gekauft mit 40.436,6km)
Aprilia Falco Bj.2000 mit ca. 48.500km
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#22
(10.04.2020, 15:27)Kay schrieb: Deine Arbeit mit dem PA6 und Ameisensäure gefällt mir sehr gut und ich denke wird auch (hoffentlich) eine langfristige Reparatur sein, deshalb hab ich mir jetzt nen PA6 Stab bestellt und 85% Ameisensäure und werde deiner Arbeit versuchen nachzueifern.
Das mit dauerhaft hoffe ich auch. Obwohl fast 5 Jahre mit dem alten Kleber war ja auch nicht soo schlecht. War halt nur echt blöd, wenn sich fast der ganze Tankinhalt auf den Boden ergießt. Man schaut ja im Winter nicht jeden Tag nach dem Motortrad.
Mit dem PA6 und Ameisensäure sollte das jetzt eigentlich kein Problem geben, da es ja das identische Material ist. Außerdem nicht geklebt, sondern verschweißt. Mach bloß die Pampe nicht zu dünnflüssig! Beim trocknen verdunstet ja die Ameisensäure und es bilden sich schnell Risse, wenn es zu dünnflüssig ist! Gerade, weil man ja die Metallbuchse im Tank wieder richtig einschweißen möchte.
Ich habe zum 'anlösen' immer direkt etwas Säure direkt auf die bereits getrocknete Schicht aufgetragen.
Daher habe ich mir die Idee mit dem PA6-Reparatur geholt: http://www.duc-forum.de/thread.php?postid=1224205

G
ruß
Dirk

PS: Tank ist weiterhin dicht!
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#23
Moin,

ich muss ebenfalls die Gewindebuchsen an der Gran Canyon neu abdichten, also zwischen Metall und Kunststoff. Frage: greift die Ameisensäure das Metall nicht an und wie ist die Haftung zum Metall?

Danke und Gruß
Hubert
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#24
clubman schrieb:greift die Ameisensäure das Metall nicht an und wie ist die Haftung zum Metall?

Natürlich greift die Säure auch das Metall an. Aber es ist nicht so wie bei Alien-Filmen, wo das Blut der Aliens Metall in wenigen Sekunden auflöst. Das ist also kein Problem.
Das eigentliche Problem hast aber schon erkannt. Die Haftung zum Metall ist extrem schlecht. Da sich der PA-6/Ameisensäure-Mix beim Verdunsten der Säure noch etwas 'zusammenzieht' macht es noch blöder.
Ich habe daher die CPC-Kupplung in der Buchse drinnen gelassen und mit eingeschweißt. Frei nach dem Motto 'Viel hilft viel'!
Bisher ist das Ganze bei mir auf jedem Fall absolut dicht.

Gruß
Dirk
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#25
Vielen Dank für die Antwort.

Gruß

Hubert
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