TPS Einstellung
#1
Als ich meine Navi gestern Abend gestartet habe lief sie viel zu niedrig im Standgas. So bei etwas über 1.000RPM. Ein Blick auf die AFR Anzeige zeigt einen erheblich zu fetten lauf an. Auch nach dem warm Fahren lief sie erheblich zu fett. Seit der letzten Fahrt hatte ich nichts gemacht, außer die Bremse hinten repariert und die Batterie über die Ladesteckdose nachgeladen. Ich habe dann erst mal überlegt was die Ursache sein könnte? Einspritzventil defekt, TPS verstellt, IAP, AP?Ohne große Mühe konnte ich schon mal die TPS-Einstellung prüfen. Für den Servicemodus habe ich einen Schalter im Heck. Der Strich war bei 1.200RPM bereits oben. Also hatte ich die Ursache bereits gefunden. Aber warum stimmte die TPS-Einstellung nicht mehr. Das TPS ist nicht lose. Es kann sich deshalb auch nicht verdreht haben. Es kann also eigentlich nur die Bordspannung zu niedrig sein. Die ECU passt die Werte der Sensoren in Abhängigkeit der Versorgungsspannung an. Also Batteriespannung bei Motor aus gemessen. 13,2 Volt - Bei Motor an und Standgas 12,8 Volt.Die 12,8 Volt erscheinen mir sehr niedrig. Bei 5.000RPM und Fernlicht an sollen es 13,3 bis 14,3 Volt sein.Das habe ich aber noch nicht gemessen. Was mir gestern Abend aber noch aufgefallen ist. Wenn ich im Standgas die Drehzahl von 1.200 auf 2.000 RPM erhöht habe ist der Motor bisher immer massiv abgemagert. Beispiel 1: ECU mit Yosh-Box auf die folgenden Werte gesetzt: Leerlauf = 3,2Volt (+5%), L, M, H auf 2,5V (+-0%). TPS Einstellung = Balken springt bei 1.500 RPM nach Oben.AFR-Wert bei 1.200 RPM = 13,5 bei 2.000 RPM = 14,5 RPM. Unerwünschte Abmagerung! Beispiel 2: ECU mit Yosh-Box auf die folgenden Werte gesetzt: Leerlauf = 2,5Volt (+0%), L, M, H auf 2,5V (+-0%). TPS Einstellung = Balken springt bei 1.500 RPM nach Oben.AFR-Wert bei 1.200 RPM = 14,7 bei 2.000 RPM = 16,0 RPM. Krasse Abmagerung! Motor geht beim Anfahren gelegentlich aus. Gestern Abend:Balken ist bereits bei 1.200 RPM Oben, ECU-Einstellung wie ObenAFR-Wert bei 1.200 RPM = 13,0 bei 2.000 RPM = 13,0 RPM. Keine Abmagerung, so soll es sein. Ich folgere daraus, dass es durchaus Sinn macht eine TPS Einstellung zu wählen wo der Balken im Standgas bereits Oben ist. Heute Morgen war dann wieder alles beim Alten. Die Navi lief nach dem Starten bei 2.000RPM.Dann werde ich mich mal auf die Suche nach dem nicht mehr vorhandenen Fehler machen.Ich werde mal die Lichtmaschine, den Regler und die Masseverbindungen prüfen.Bei der Prüfung des Reglers ist im WHB ein Fehler. Das Messgerät muss auf Diodenprüfung stehen, nicht auf Spannungsmessung. GrußWolfgang
Zitieren
#2
Hi Wolfgang

So ein TP-Sensor hat ja auch Verschleiß,vielleicht ist der Kunstoffmitnehmer zur Drosselklappenwelle etwas ausgeschlagen?Könnte z.b beim Vollgasgeben etwas mehr spiel bekommen haben.,sodas der Sensor weiter runder fährt,ist aber nur ein gedanke meinerseits.An welcher Navi hast du das Problem(Rot-Blau)?

Gruß Jürgen
Zitieren
#3
Hallo Jürgen,

die Spannung vom TPS hat sich nicht verändert. Bei Motor aus und Zündung an steht der Balken noch in der Mitte. Erst wenn ich den Motor gestartet hatte sprang der Balken hoch.

Jetzt ist der Spuk aber erst mal wieder vorbei. Dennoch ist die Lichtmaschine, der der Regler oder irgendwelche Kabelverbindungen defekt. Bei 5.000RPM habe ich nur 12,7 Volt. Einen Ersatz Regler habe ich noch.
Es ist die blaue Navi.

Gruß
Wolfgang
Zitieren
#4
Wolfgang,hast du noch die 3 gelben Originalkabel von Lichtmaschine zum Regler verbaut?Meine waren schon durchgeschmor, Regler war dabei auch mitbetroffen,hab dann stärkere Kabel verbaut und Regler von einer TL verwendet nun hält das ganze!

Gruß Jürgen
Zitieren
#5
So - Schwein gehabt. Es war der Regler. Ich habe noch die gelben Kabel verbaut. Verschmort ist außerhalb des Motors nichts. Ich habe jetzt einen Regler von einer Raptor verbaut. Schön das die Elektronik an der Navi so einfach ist.
Mit der TPS-Einstellung werde ich noch berichten.

Gruß
Wolfgang
Zitieren
#6
Nach kurzer Testfahrt funktioniert der Ladekreis wieder. Im Standgas sind es jetzt ca. 14 Volt, bei 5.000RPM 13,8 Volt.
Die Ausgangsspannung am TPS hat sich dadurch auch verändert. Es sind jetzt 1,15Volt. Bei 1,14 Volt springt der Balken bereits nach oben. Der Balken steht jetzt dauernd oben.

Wenn ich im Standgas die Drehzahl auf 2.000RPM erhöhe magert der Motor nicht mehr ab. Also eigentlich optimal.

Aber es hat natürlich auch einen Nachteil. Der Kaltlauf ist etwas zu fett.
Der AFR-Wert im Standgas schwankt zwischen 13 und 15.
Ich werde mal versuchen mit der TPS Einstellung genau auf die Grenze von 1,13Volt zu gehen.

Gruß
Wolfgang
Zitieren
#7
Hallo Zusammen,

in den letzten drei Tagen habe ich noch einige Tests zum TPS gemacht. Ich hatte einen Wackelkontakt in einer Masseleitung, dadurch schwankte die Ausgangsspannung vom TPS und somit auch der AFR-Wert.

Ich habe die Masseleitung vom TPS, ca. 10cm vom TPS entfernt durchtrennt und ein 100 Ohm Präzisieonspoti dazwischen gesetzt. Das Poti habe ich mit zwei 0,75mm2 Leitungen unter die Sittzbank zum Sicherungskasten gelegt. TPS vorher so eingestellt das der Balken bei 2.000RPM nach oben springt. Jetzt kann ich die Feinjustierung in aller Ruhe über das Poti am Sicherungskasten durchführen. Zuerst habe ich so eingestellt, dass der Balken im Standgas gerade schon Oben ist. Danach lief der Motor im Standgas immer noch ausreichend mager. AFR ca. 14,7. ECU alles auf +-0% (2,5Volt)

Wenn ich die Drehzahl im Leerlauf auf 2.000RPM erhöht habe magerte der Motor nicht mehr ab. Der AFR-Wert schwankte auch nicht mehr, aber die Schubabschaltung funktioniert dann leider nicht mehr.

Also habe ich das TPS jetzt so eingestellt, dass der Balken nach oben springt, sobald man den Gasgriff nur anhaucht. Eine Abmagerung bei 2.000RPM erfolgt jetzt auch noch nicht.

Der Zustand, dass der Motor bei gemütlicher Fahrt, ohne Last, zu fett läuft ist jedoch geblieben.

Da bei AFR = 14,7 die Gasannahme manchmal nicht optimal war bin ich noch auf 13,5 rutergegangen. ECU im Leerlauf auf ca. +3% (3Volt)

Als nächstes werde ich mich mit dem IAP-Sensor (Ansaugluftdruck, MAP-Sensor) beschäftigen. Dazu habe ich mir schon einen Messpunkt zum Sicherungskasten gelegt.

Die Ausgangsspannung bei Motor aus, Zündung an habe ich schon kontrolliert. Es sind 3,6 Volt, wie im WHB beschrieben, also die gleiche Ausgangsspg. wie der AP-Sensor (Umgebungsluftdruck) bei einer Höhe bis ca. 300m.

Im Leerlauf soll die Ausgangsspg. am IAP ca. 1,8 Volt sein. Mal sehen ob das nach 13 Jahren und 64Tkm noch passt.

Gruß

Wolfgang
Zitieren
#8
Guten Morgen,
gestern habe die die Spannung am IAP-Sensor gemessen. Es sind im Leerlauf bei ca. 1.300RPM 2,6 Volt. (gemessen zwischen Klemme 1 ECU und Masse) Nach WHB sollen es 1,8 Volt sein. Also vermute ich dass mein MAP-Sensor defekt ist.
Hat Jemand die Spannung vom MAP-Sensor schon mal im Standgas überprüft? Sind die 1,8 Volt aus dem WHB richtig?
Ich werde auch noch mal bei der roten Navi messen. Leider muss dazu erst mal wieder die Verkleidung unter der Sitzbank ab.
Gruß
Wolfgang
Zitieren
#9
Hallo Zusammen,
im WHB von der TL1000S steht auch eine Ausgangsspannung von 1,8 Volt am IAP bei Standgas.
Ich habe daraufhin den IAP-Sensor einmal getauscht. Der Sensor ist von einer Raptor mit 5Tkm Laufleistung.
Bei Motor aus und Zündung an liefert er auch 3,6 Volt. Bei Motor an und Standgas ebenfalls 2,6 Volt.
Also keine Änderung zum alten IAP-Sensor mit 64Tkm Laufleistung.
Die 1,8 Volt im WHB der Navi und der TL1000S sind also vermutlich falsch?
Gruß
Wolfgang
Zitieren
#10
Hallo Wolfgang

In meinem TL-Buch steht-Bei Standgas 2,5-2,8 Volt für den IAP(Ansaugluftdrucksensor)Eingangsspannung 4,5-5,5Volt!

Die TL hat ein Luftklappensystem an der Airbox das sich beim Beschleunigen schließt dadurch wird die Luftzufuhr reduziert sodaß das Gemisch fetter wird und somit eine bessere Beschleunigung erzielt,frage mich warum das System bei der Navi wegelassen wurde?warscheinlich aus Platzgründen!

Gruß Jürgen
Zitieren
#11
Hallo Jürgen,
die Raptor hat doch auch so was. Die AFR-Werte meiner Navi passen beim Beschleunigen jetzt optimal.
Nur ohne Last läuft sie immer noch zu fett.
Gruß
Wolfgang
Zitieren
#12
Wie sind deine Werte beim Beschleunigen und bei Konstantfahrt?Bei mir ist es ähnlich Beschleunigen ca 13,xx bei Konstantfahrt etwa 12,5-13,5,da wären 14,7 besser!

Ja die Raptoren haben soviel ich weiss die Komplette Airbox der TL geerbt!

Gruß Jürgen
Zitieren
#13
Wenn der Motor im Standgas läuft ist mein AFR-Wert bei 13,5. Wenn ich mit dem Choke auf 2.000RPM erhöhe bleibt der AFR bei 13,5. Im 6.Gang bei 100km/h leicht bergauf AFR ca. 14. Leicht bergab AFR = 12. Beschleunigung mit komplett geöffnetem Gasgriff AFR ca. 12. Leicht geöffneter Gasgriff ca. 14.
Gruß
Wolfgang
Zitieren
#14
Wolfgang,hatte mir vor Jahren schon sowas wie ein Realpowercomander bauen wollen mit hilfe von einem am Lenkerbereich angebrachten Potiboards mit dem man die 3Hauptsensoren wärent der Fahrt verändern könnte,man müßte die Voltzahl um ein paar Volt ins Minus und Plus regulieren können und dabei die Realspannung jedes Sensors auf einem Voltmeter der an dem Board mitangebracht ist ablesen können um dann die nötigen Abänderungen dauerhaft zwischen Sensor und ECU abzuändern!Leider habe ich keine Zeit mehr für solche Sachen,das war als Mieter Früher anders!

Gruß Jürgen
Zitieren
#15
Hi Jürgen,
was ist für dich der 3.Hauptsensor? TPS bei Last, IAP bei wenig Last.
Gruß
Wolfgang
Zitieren
#16
TP-IAP und CKP sind die 3 Hauptsensoren,ist beim Naviwerkstatthandbuch nachzulesen unterhalb von C8.Der Gedanke wärend der Fahrt mit hilfe der AFR-Anzeige abzustimmen ist doch Genial,besser als auf dem Prüfstand,da bei realen Verhältnissen Eingestellt wird.Vielleicht hast du mehr zeit wie ich und kannst das Realisieren!

Gruß Jürgen
Zitieren
#17
CKP zu verstellen macht keinen Sinn. Der gibt ja nur die Position der Kurbelwelle an.
TPS größer als 1,14 Volt zu stelen macht auch keinen Sinn weil dann die Schubabschaltung nicht mehr funktioniert. Kleiner 1,14 Volt gibt den Effekt der starken Abmagerung beim Anfahren.
Außerdem sind die Werte unter Last bei mir gut. Bleibt nur das IAP was für das Gemisch bei wenig Last zuständig ist.
Mit zwei Potis könnte ich die Ausgangsspannung am IAP größer oder kleiner stellen.
Die MAP für das IAP in der ECU ist aber nicht linear. Also macht das vermutlich keinen Sinn.
Das macht nur Sinn wenn die MAP mal stimmte und der Wert vom IAP sich nur verändert hat.
Gruß
Wolfgang
Zitieren
#18
Mit der Ausgangsspannung von 2,6 Volt ist irgentwas faul. Wenn der IAP linear arbeitet entsprechen die 2,6 Volt einem Unterdruck von ca. 0,7 bar. Ein Motorradmotor hat im Leerlauf aber einen Unterdruck von 0,15 bis 0,35 bar (Messbereich Böhm Uhren bis 0,4 bar).

Im Unterdruckschlauch zum IAP ist eine 1,8 mm Düse. Verändert die den Druck so stark?


[*][Bild: huh.png]
Gruß

Wolfgang
Zitieren
#19
So ein Bischen bin ich wieder weitergekommen. Ich habe mal ein Voltmeter an den IAP geschaltet und bin herrumgefahren. Im Leerlauf liefert der IAP 2,6 volt bei 100kPa oder 760mmHg. Je mehr Gas ich gebe desto geringer wird der Unterdruck wieder. Bei Vollgas also ungefähr 3,3 Volt.

bei hoher Drehzahl und Gas zu ist der Unterdruck dann am grösten. ca. 1,4Volt. Also kleine Voltzahl - großer Unterdruck - große Voltzahl kleiner Unterdruck bzw. Umgebungsluftdruck = 100kPa = 3,6 Volt.

Die Böhmuhren setzen 100kPa = 0 und messen rückwärts. Also entsprechen die 2,6 Volt = 0,3 bar auf den Böhmuhren.

So passt alles wieder. Meine Schlussfolgerung: Der IAP-Sensor arbeitet auch nach 13 Jahren und 64Tkm noch einwandfrei. Leider habe ich damit den Grund für den zu fetten Lauf bei geringer Last immer noch nicht gefunden und die Navi mit 5 Litern Verbrauch bleibt noch ein Traum.

Hier aber noch eine Anmerkung zur TPS-Einstellung. Solange das TPS so eingestellt ist, dass der Balken zwischen 1.300 und 2.000 RPM nach Oben springt verändert sich der AFR-Wert im Standgas nicht. Das 100 Ohm Poti in der Masseleitung vom TPS ist super.

Gruß

Wolfgang
Zitieren
#20
Hallo

Nochmal zum CKP-Sensor,ist zwar nur ein Positionsgeber aber sorgt für die 3 wichtigsten Funktionen Zündzeitpunkt-Drehzahlmessung und Grundeinspritzmenge für die entsprechende Motodrehzahl.Ein Power Commander nutzt diesen Sensor um eine Lineare Einspritzmenge zu erreichen.Bei der Potivariante macht die Verstellung natürlich keinen Sinn da hast du recht!

Ich denke durch das weglassen der Airboxklappen wie sie in TL und Co zu finden sind,mußten die Cagivatechniker die Grundeinspritzmenge erhöhen um eine einigermaßen saubere Beschleunigung hinzubekommen,dadurch läuft sie aber in den anderen bereichen zufett was den Verbrauch um die 7L belegt.

Gruß Jürgen
Zitieren
#21
Hallo Jürgen,
wenn alle Navis bei wenig Last zu fett laufen vermute ich den Fehler in den MAP's für den IAP-Sensor.
Aber laufen wirklich alle Navis bei wenig Last zu fett? Leider sind wir beiden ja die einzigen mit AFR-Anzeige.
Gruß
Wolfgang
Zitieren
#22
Hallo Wolfgang

Denke es ist kein Software sondern eher ein Hardwareproblem,ausgehend von dem veralteten 8Bit Rechner!Du hast sicher auch schon festgestellt daß das Gemisch beim Beschleunigen für ca 2Sek abmagert bis dann die Beschleunigungsanreicherung einsetzt,die 2Sek müssen aber irgendwie überbrückt werden um kein Beschleunigungsloch zu erhalten.Deshalb wird wohl im Vorfeld schon kräftig angereichert was sich über den gesamten Drehzahlbereich ersteckt!Beweis dafür ist die sofortige starke Gasannahme bei jeder noch so kleinen Gasgriffbewegung,andere Bikes gehen da viel ruhiger zur Sache und sind daher auch besser kontrollierbar.Die Cagivaleute mußten seinerzeit aus den verschiedensten Komponenten wie TL-Motor mit Einspritzung-Airbox und Auspuff der Grand Canyon und viel zu dünnen Abgaskrümmern etwas zusammenzaubern,das eigendlich im Vorfeld schon nicht ganz 100%ig funktionieren konnte!Hätte die Navi darmal ein Kultivierenderes Fahrverhalten an den Tag gelegt,hätte sie sicher einen größeren Erfolg gehabt!

Um nun den Verbrauch zu senken müsste man mit der Grundeinspritzmenge runderfahren,das ist ja kein Problem hab ich auch schon mit dem PC gemacht und bin unter 5L gekommen,die dadurch entstehenden Anreicherungsprobleme könnte man eventuell auch mit Airboxklappen ala TL und oder mit den 45Drosselklappen der DL 1000 lösen.Macht aber alles wieder ne mords Arbeit! :crying:

Gruß Jürgen
Zitieren
#23
Hallo Jürgen,

das Problem, das der AFR Wert beim Gas geben für 2 Sekunden steigt habe ich nicht. Man muss den Hahn nur weit genug aufreißen. dann ist die AFR-Anzeige sofot bei 12.

Mir ist es jetzt auch gelungen bei wenig last einen AFR-Wert von 14 zu bekommen. Dazu habe ich das TPS auf 1.11 Volt gestellt. Balken springt bei 2.000RPM nach Oben.

Beim Anfahren ist das Gemisch dann aber zu mager. AFR ca.16. Motor geht beim Anfahren gelegentlich aus.

Ich werde noch mal versuchen meine Drosselklapensynchr. zu ändern. Bisher habe ich bei 1.300 und 2.000 RPM synchr. Das stimmte perfekt. bei 3.000 RPM zog der vordere Zylinder etwas mehr.

Ich werde jetzt mal bei 3.000 synchr. und anschließend bei 1.300 vesuchen mit den Gemischschrauben

auszugleichen. An die linke Schraube kommt man ja drann.

Gruß

Wolfgang

Gruß

Wolfgang
Zitieren
#24
Ich habe jetzt die ECU im Leerlauf auf 3,75V (+8,3%) gesetzt. Alles Andere 2,5Volt (0%).

Durch diese Einstellung gibt es beim Anfahren keine Probleme mehr. AFR-Wert im Standgas ca. 12,5.

Die ECU- Einstellung im Leerlauf wirkt nur bis 2.000RPM. Daurch habe ich zusammen mit der TPS-Einstellung 1,11V (Balken springt erst bei 2.000RPM) noch recht brauchbare Werte von 13 bis 14 AFR beim Krusen (6.Gang 3.000 bis 4.000 RPM gerade Stecke). Bei TPS 1.14Volt ist der AFR-Wert unter 12.

Zum Synchronisieren bei 3.000RPM bin ich noch nicht gekommen. Ich bin auch wieder etwas verunsichert ob ich das probieren soll. Auf der Seite von den Böhm Uhren steht: "Die Einstellung wird im Leerlauf vorgenommen da im Leerlauf der Unterdruck nur vom Drosselklappenspalt abhängt. Bei höheren Drehzahlen kommen andere Faktoren mit ins Spiel (unterschiedliches Ventilspiel führt zu unterschiedlichen Ventilüberschneidungszeiten, unterschiedliche Verwirbelungen im Ansaugtrakt)"

Gruß

Wolfgang
Zitieren
#25
Wolfgang_62,'index.php?page=Thread&postID=95044#post95044 schrieb:So - Schwein gehabt. Es war der Regler. Ich habe noch die gelben Kabel verbaut. Verschmort ist außerhalb des Motors nichts. Ich habe jetzt einen Regler von einer Raptor verbaut. Schön das die Elektronik an der Navi so einfach ist.
Hallo Wolfgang,

offenbar ist die Ursache ein Temperaturproblem. Im V-Strom-Forum ist das auch aufgetreten (siehe unter Elektrik--->MOSFET-Regler-Umbau). Kann leider momentan nicht direkt verlinken.

Ich habe mich schon immer gewundert, wieso z.B. Triumph bei einigen Modellen den Regler direkt unter den Lenkkopf in den Fahrtwind hängt.

Vielleicht wäre es gut, unserem Regler irgendwie mehr Luft zukommen zu lassen. Ich muß mir mal dazu einige Gedanken machen.
Eine andere Möglichkeit wäre die im V-Strom-Forum vorgeschlagene.
Grüße Georgios

"Absorb what is useful, discard what is useless, add what is uniquely your own."

"It's a shame that stupidity can't be converted into a usable energy source."

"I would rather be on my motorcycle thinking about God than in church thinking about my motorcycle."
Zitieren
#26
Ich würde mich da nicht wild machen. Angenomen der Motor springt mal schlecht an. Einige Leute orgeln dann 2 Minuten. Springt der Motor dann an, ist die Baterie fast leer und zieht einen hohen Ladestrom.
Wenn man den Motor dann bei 2.000RPM warm laufen läst könnte das schon den Regler zerstören.
Bis dahin hat der Regler noch keine Kühlung durch Fahrtrwind bekommen.
Das 2.Extrem könnte bei einer Autobahnfahrt mit voll geladener Batterie und Licht aus auftreten.
Die Thyristoren schießen die Wicklungen der Lichtmaschine kurz um die Spannung auf 13,7 Volt zu begrenzen. Der Regler wird warm.
Wenn man diese beiden Betriebszustände vermeidet hält der Regler vermutlich sehr lange.
Ein neuer Universal-Regler kostet bei ebay 50 Euro. Gebrauchte gibt es für unter 20€ von privat.
Da lohnt es sich nicht sich den Kopf drüber zu zerbrechen.
Gruß
Wolfgang
Zitieren
#27
Das setzt voraus, daß der Regler überhaupt genug Fahrtwind bekommt. Mein Motto lautet auch eher, Schäden zu vermeiden, bevor sie auftreten.

Warum wurde der Regler von Anfangs unter der hinteren Abdeckung hinter den linken Seitendeckel verlegt?
Grüße Georgios

"Absorb what is useful, discard what is useless, add what is uniquely your own."

"It's a shame that stupidity can't be converted into a usable energy source."

"I would rather be on my motorcycle thinking about God than in church thinking about my motorcycle."
Zitieren
#28
Wolfgang_62,'index.php?page=Thread&postID=95815#post95815 schrieb:Angenomen der Motor springt mal schlecht an. Einige Leute orgeln dann 2 Minuten. Springt der Motor dann an, ist die Baterie fast leer und zieht einen hohen Ladestrom.
Wenn man den Motor dann bei 2.000RPM warm laufen läst könnte das schon den Regler zerstören.
Bis dahin hat der Regler noch keine Kühlung durch Fahrtrwind bekommen.

Das 2.Extrem könnte bei einer Autobahnfahrt mit voll geladener Batterie und Licht aus auftreten.
Die Thyristoren schießen die Wicklungen der Lichtmaschine kurz um die Spannung auf 13,7 Volt zu begrenzen. Der Regler wird warm.
Wolfgang,

stehen die beiden Beispiele nicht im Widerspruch zueinander?
Bei leerer Batterie wird diese geladen. Der Regler muß nicht kurzschließen und die Energie in Wärme verwandeln, da diese ja in die Batterie fließt.

Bei voller Batterie und Licht aus muß der Regler kurzschließen. --->Der Regler wird heiß.
Grüße Georgios

"Absorb what is useful, discard what is useless, add what is uniquely your own."

"It's a shame that stupidity can't be converted into a usable energy source."

"I would rather be on my motorcycle thinking about God than in church thinking about my motorcycle."
Zitieren
#29
Ohne jetzt noch mal auf das Schaltbild des Reglers zu schauen meine ich:

1.Fall Die Spannung fällt an den Dioden im Regler ab. Geschätzt 0,7V x 30A = 21W (Max. 30A wegen Sicherung zwischen Regler und Batterie)

2.Fall die Spannung fällt an den Tyristoren im Regler ab. 0,7V x 30A = 21W. Zwischen Lichtmaschine und Regler ist keine Sicherung. Der Strom könnte auch höher sein.

Das ist aber nur Theorie ich habe keine praktischen Werte. Ich bin mir auch nicht sicher ob es unter dem Seitendeckel oder dem Heck wärmer ist.

Gruß
Wolfgang
Zitieren
#30
o.k., ich weiß es auch nicht genau.

Ich habe es bisher immer so verstanden, wenn die Batterie nicht geladen wird und kein (wenige) Verbraucher zugeschaltet ist, muß der Regler die von der Lichtmaschine erzeugte Energie verbraten
Grüße Georgios

"Absorb what is useful, discard what is useless, add what is uniquely your own."

"It's a shame that stupidity can't be converted into a usable energy source."

"I would rather be on my motorcycle thinking about God than in church thinking about my motorcycle."
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste